Vermittler erwarten Umsatzrückgang im Biometriegeschäft

Für Vermittlerinnen und Vermittler ist das Biometriegeschäft nach wie vor wichtig. So verkaufen aktuell 96 Prozent selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherungen, gefolgt von der Grundfähigkeitsversicherung (47 Prozent), Dienstunfähigkeitsversicherung (42 Prozent) und Dread-Disease-Policen (26 Prozent).

Das geht aus der Studie Asscompact Award – BU/Arbeitskraftabsicherung 2023 hervor, für die 453 Vermittlerinnen und Vermittler der Finanz- und Versicherungsbranche befragt wurden.

Aber: Die Umsatzerwartungen der Befragten sinken für diese Produkte. So erwarten die meisten Vermittler für die kommenden ein bis drei Jahre in der Grundfähigkeitsversicherung etwa einen positiven Umsatztrend. Dieser liegt aber um 8 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Rückläufig sind auch die Umsatzerwartungen im Bereich Dread Disease und Multirisk. Nur bei der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung rechnen die Vermittlerinnen und Vermittler mit einer leichten Verbesserung von 1,6 Prozentpunkten.

Die Produkte welcher Anbieter vermitteln die Befragten dabei vor allem? Alte Leipziger (Selbstständige BU) und Canada Life (Dread Disease/Multirisk und Grundfähigkeiten) konnten ihre Spitzenplatzierungen aus dem Vorjahr verteidigen. Die Nürnberger sicherte sich einen doppelten Silberrang (Dread Disease/Multirisk und Grundfähigkeiten), während die Allianz einen zweiten Platz in der Selbstständigen BU und Platz 3 in den Grundfähigkeiten belegt. Swiss Life im Bereich Selbstständige BU und Zurich (Dread Disease/Multirisk) komplettieren die Medaillenränge.

Um ihren Geschäftsanteil auch in Zukunft zu sichern, ist ein genauer Blick auf die Gesamtzufriedenheit erforderlich. Die höchste gewichtete Gesamtzufriedenheit erlangten in der Berufsunfähigkeit gleich vier Anbieter: Alte Leipziger, Canada Life, Swiss Life und Volkswohl Bund. Bei Dread Disease/Multirisk liegt die Nürnberger auf der Spitzenposition. Im Bereich der Grundfähigkeit hat der Volkswohl Bund den Gipfel erklommen.

Fotocredit: Freepik.com

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Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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